Rotkäppchen Sekt

Seinen Ursprung findet der berühmte Rotkäppchen Sekt bereits 1856 in Freyburg. Die Gründer Kloss und Foerster erkannten das hervorragende Potential der im Weinanbaugebiet Saale-Unstrut wachsenden Trauben und begannen bereits kurze Zeit später mit der Produktion von Sekt.

1887 erwirtschaftet die Sektkellerei überragende Gewinne, sodass die Produktionsstätten vergrößert werden. Fünf Stockwerke unter die Erde direkt in einen Weinberg eingefügt entsteht die heute noch zu besichtigende Kelleranlage.

Im Jahre 1894 müssen die Gründer aufgrund des in Kraft tretenden Warenbezeichnungsgesetzes ihre Sektmarke umbenennen. Der bislang typische rote Verschluss des Sektes wird Namensgeber, die Marke Rotkäppchen Sekt wird ins Leben gerufen.

Die Herstellung des Rotkäppchen Sektes erfolgt wie bereits zu Gründerzeiten sowohl in klassischer Flaschengärung als auch aufgrund der hohen Nachfrage durch Gärung in großen Tanks. Aufgrund dieser verschiedenen Produktionsverfahren entstehen die unterschiedlichen Sorten des bekannten Rotkäppchen Sektes.

Der Rotkäppchen Weissburgunder zählt dabei als „Der Besondere“. Durch klassische Gärung gewonnen, d.h. ein Kellermeister kümmert sich während des neunmonatigen Gärprozesses an den sogenannten Rüttelpulten um die Behandlung der Sektflaschen, ähnelt dieser Sekt dem Champagner und liegt preislich auch über den anderen Sektsorten. Aufgrund seiner Besonderheit trägt er statt der roten eine gelbe Kappe. Von ihm werden jährlich ca. dreißig tausend Flaschen produziert, welche auch nur im hauseigenen Shop erhältlich sind. Ferner gehören drei Sorten der normalen Flaschengärung (hergestellt im Transvasierverfahren) zum Sortiment von Rotkäppchen: Rotkäppchen Sekt extra trocken, Rotkäppchen Sekt Riesling trocken und Rotkäppchen Sekt Brut. Charakteristisches Merkmal ist das schwarze Etikett auf den Flaschen.

Zum Traditionssortiment gehören weitere fünf Sekttypen in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen: Mild, halbtrocken, trocken, rosé trocken und rubin. Selbstverständlich gibt es bereits auch zwei alkoholfreie Sektsorten des Hauses.

2002 übernahm Rotkäppchen erfolgreich die kanadische Sektmarke Mumm und bringt seit einigen Jahren auch mehrere ausgewählte Weine auf den Markt.